Tolle Trails – Lost Places – Krasse Kontraste!

Rauf aufs Gravelbike und los geht’s. Die Strecke vermeidet bewusst große Straßen. Dafür nutzt sie Schotterwege, Wald-, Wiesen- und Nebenstrecken. Durch Wälder und Heide, an großen und kleinen Flüssen entlang, auf und neben Deichen, durch Großstädte und vorbei an Terminalanlagen, wo die größten Schiffe der Welt abgefertigt werden. Du querst die Elbe im alten, gekachelten Elbtunnel, wirst über historisches friesisches Pflaster fahren, kreuzt den Ems-Jade-Kanal, durchquerst Ostfriesland und kannst im Braker Binnenhafen Fisch direkt vom Kutter im Restaurant essen.   

Die Strecke ist so konzipiert, dass dein Bike immer rollt, du musst nur ganz vereinzelt absteigen – versprochen!

Die Strecke 2026 steht – zumindest grob ;-)

Die Strecke für 2025 war super, die für 2026 wird noch besser, interessanter, noch abwechslungsreicher, noch „leichter“ zu befahren! Und zugegeben: BREMEN 555 hört sich besser an als BREMEN 577. Und für die, die 2025 schon dabei waren. Keine Sorge, die schönen Passagen bleiben erhalten, einige Veränderungen sorgen für reichlich neue Erfahrungen.

577 oder doch 777?

Und für diejenigen, die gar nicht genug bekommen können, gibt es noch ein ganz neues Add-On von etwa 200 Kilometer. Der wunderbare Schlenker von Wilhelmshaven, durch Ostfriesland, über Emden und Leer wieder an die 577er-Strecke kurz vor Brake. Mit Emden haben wir laut unserer maritimen Konzeption nun auch noch den letzten wichtigen deutschen Seehafen integriert. Ausgearbeitet mit waschechten und stolzen Ostfriesen, führt die Strecke viel entlang größerer und verwunschener Kanäle, aber auch durch ausgedehnte Wälder. Erleben könnte ihr norddeutsche Geschichte und historische Binnenhäfen. Es braucht aber auch Armkraft wenn ihr euch mindestens zweimal selbst mit den wenigen noch verbliebenen Pünten übers Wasser ziehen müsst.

Entscheiden, ob du 577 oder 777 km fährst, kannst du wann du möchtest. Gerne auch unterwegs. Vielleicht fühlen sich die Beine so gut an, dass du gar nicht anders kannst. Oder die Witterung ist so perfekt, dass ein paar Kilometer mehr keine Rolle spielen. ABER, bei der Anmeldung musst du entscheiden, ob du am Donnerstag oder am Freitag startest!

Für deine Planung:

Hier einige markante Orte mit Kilometerangaben:

Servicepartner:

Du hast unterwegs Probleme mit dem Bike? Hier wird dir geholfen:

Ihr startet in Bremen und schnell ist das maritime Konzept der Strecke zu spüren. Die Weser weist den Weg in südöstliche Richtung. Schicke Promenaden und spröde Hafenanlagen wechseln sich ab.

Ihr fahrt weiter entlang der Wümme bis nach Rotenburg, durch typische norddeutsche Wald- und Wiesenlandschaften, vorbei an historischem Fachwerk ...

... und erreicht nach ein paar langen Trails die Lüneburger Heide. Weiter geht es über herrlich breite typische Gravelpassagen, durch nahezu endlose Heide und über die höchsten „Berge“ ...

... vorbei an Lüneburg und auf herrlichen Schotterpisten am Elbe-Seitenkanal bis an die Elbe. In Artlenburg können diejenigen, die nach 150 km übernachten möchten, dies auf dem direkt am Fluß gelegenen Zeltplatz machen. Schöner geht kaum. Parallel zur Elbe, aber auch durch Wiesen, Wälder und heideähnlichen Landschaften fahrend, wird es nach und nach maritimer. Spektakulär auf historischen Kajen, unter stillgelegten Kränen sind bald die St. Pauli Landungsbrücken erreicht.

Hier erwartet euch ein weiteres Highlight: Der gekachelte historische Elbtunnel. Er ist 24/7 geöffnet und führt wieder ans westliche Elbufer. Durch den Hafen fahrt ihr an riesigen Container-Terminalanlagen vorbei und seid dann bald wieder neben und auf dem Elbdeich unterwegs. Elbabwärts geht es weiter bis Cuxhaven (wo die größten Windkraftanlagen gebaut und umgeschlagen werden). Auf dem Weg dorthin führt die Strecke durch nahezu endlose Apfelplantagen im Alten Land, den historischen Hafen von Stade und überraschend über am Horizont auftauchende bewaldete Hügel. Abwechslung pur!

Eine Landschaft wie 200 km zuvor in der Lüneburger und eine lange Waldpassage werden passiert und plötzlich gibt es Sandstrände, flache Dünen und die kleinen Sielhäfen des Cuxlands an der Strecke. Ihr verpflegt euch an den zahlreichen Fischbuden, inhaliert die salzige Luft, hofft auf Rückenwind ...

... und erreicht bald Bremerhaven. Hier fahrt ihr an einem der größten Containerterminals der Welt entlang, passiert den Autoterminal und könnt in der „letzten Kneipe vor New York“ ein kleine Stärkung zu euch nehmen (Achtung: Kultstatus!). Vom Hafengelände über den Alten Hafen, passiert ihr die Havenwelten und setzt mit der Fähre nach Nordenham/Blexen über.

In Butjadingen und am Jadebusen werden wahrscheinlich mehr Schafe als Radfahrer unterwegs sein. Die Strecke führt vorbei am sehenswerten Naturerlebnispfad Langwarder Groden (2024 zum Naturwunder des Jahres gewählt). Hier könnt ihr Vögel beobachten und mit etwas Glück seht ihr eine Robbe. Vielleicht seid ihr jetzt schon drei Tage unterwegs und benötigt einen Schlafplatz. Zahlreiche Unterkünfte und Campingplätze laden zum Übernachten ein.

Über marode Betonplatten fahrt ihr durch Salzwiesen direkt im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Am südlichsten Punkt des Jadebusen teilt sich die Strecke. Entweder weiter in Richtung Wilhelmshaven oder durchs Landesinnere nach Brake. Im Nordseebad Dangast solltet ihr unbedingt ein großes Stück Rhabarberkuchen für den Energieschub genießen, ...

... bevor es weitergeht und ihr Wilhelmshaven erreicht. Die Stadt ist nach wie vor Deutschlands größter Marinestützpunkt, ist aber auch seit 2012 Standort für Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen, den JadeWeserPort. Auf Schotter und friesischem Pflaster geht es gut voran am Ems-Jade-Kanal. Links und rechts des Kanals bieten sich einige Highlights.

Nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell. Der Upstalsboom, dort wo die Einheit und Freiheit Frieslands beschworen wurde, das Große Meer und die kleinste Autobrücke deutschlands können bestaunt werden. Zwei Pünten führen übers Wasser. Angetrieben durch eure Armkraft.

Emdens historischer, aber auch moderner Hafen bieten Abwechslung. Leer lädt zu Fischbrötchen ein. Ihr verlasst jetzt die Küste und fahrt ostwärts mit einem großen Bogen durch Ostfriesland und die Wesermarsch. Über Schotter und Waldwege, durch historische Siedlungen, vorbei an Windmühlen, über friesisch gepflasterte Straßen ...

... und erkennt in der Ferne schon Brake mit seiner markanten Silhouette. An der langen Kaje stehen riesige Getreide- und Futtermittelspeicher. Die lange und die kürzere Strecke treffen wieder aufeinander und ihr fahrt über Schleusentore mit Gitterrosten, erreicht den Braker Binnenhafen und können hier Fisch direkt vom Kutter (und in den Restaurants) genießen.

Ab jetzt ist die Weser euer ständiger Begleiter. Die Strecke führt auf dem Deich, teilweise aber auch direkt am Wasser vorbei an kleinen und großen Werften, bis ihr die Weser-Side-Gallery erreicht und ganz plötzlich wieder in Bremen seid. Nun nur noch eine schöne Passage am Hohentorshafen, dem ältesten Hafenbecken der Hansestadt. Wenige Augenblicke später erwarten wir euch freudestrahlend im Ziel!