Friedhelm & Annalisa, 69 & 30, aus Grasberg
Habt ihr Bikepacking-Erfahrung?
Friedhelm: Ja, ich habe letztes Jahr bereits an BREMEN 555 teilgenommen. Darüber hinaus habe ich bisher noch keine wirklichen Bikepacking-Erfahrungen gesammelt – umso spannender ist es, mich bei solchen Events weiter heranzutasten.
Annalisa: Ja, auf jeden Fall. Angefangen hat alles mit Bikepacking-Touren quer durch Deutschland, damals noch mit meinem Tourenrad. Inzwischen hat sich das weiterentwickelt und ich bin mit meinem Lasten-Gravelbike unterwegs und erkunde damit neue Gegenden.
Werdet ihr euch besonders auf das Event vorbereiten?
Ganz klassisch eigentlich: Wir versuchen, so oft wie möglich aufs Rad zu kommen, immer dann, wenn es in den Alltag passt.
Werdet ihr eher alleine unterwegs sein, oder startet ihr gemeinsam mit Freundinnen und Freunden?
Wir starten auf jeden Fall gemeinsam und werden auch auf der Strecke zusammen unterwegs sein. Und dann schauen wir einfach, was sich ergibt – solche Events leben ja auch davon, unterwegs neue Leute kennenzulernen und vielleicht ein Stück gemeinsam zu fahren.
Wie werdet ihr euch die 555/777 km einteilen?
Wir planen aktuell mit vier Etappen, wobei die letzte vermutlich etwas kürzer ausfallen wird. Ansonsten gehen wir das Ganze recht entspannt an – uns ist vor allem wichtig, gut durch das Event zu kommen und unterwegs eine gute Balance aus Fahren und Erholen zu finden. Eine genaue Ankunftszeit steht daher gar nicht so im Fokus.
Wie plant ihr eure Übernachtungen?
Friedhelm: Mit fast 70 möchte ich ehrlich gesagt nicht mehr auf einer Isomatte schlafen – deshalb setzen wir auf feste Unterkünfte, die wir vorab buchen.
Annalisa: Ich nehme zusätzlich meinen Gaskocher mit, um ein bisschen flexibler zu sein. So können wir zum Beispiel morgens ganz entspannt und unabhängig einen Kaffee trinken, egal wo wir gerade sind und uns dann wieder auf die Räder schwingen.
Wie werdet ihr navigieren (GPS-Track bekommt ihr von uns)? Werdet ihr die Möglichkeit nutzen, dass wir euch über die ganze Strecke tracken?
Wir navigieren beide mit unseren Wahoo Fahrradnavis. Und wir finden es eigentlich ganz schön, dass die Zurückgebliebenen über das Tracking ein bisschen teilhaben können – deshalb wird das bei uns vermutlich die meiste Zeit aktiv sein.
Gibt es etwas, worauf ihr euch schon jetzt ganz besonders freut?
Wir freuen uns darauf, unsere Umgebung nochmal ganz neu kennenzulernen – auch wenn wir von hier kommen, entdeckt man doch immer wieder Orte und Gegenden, die man vorher noch gar nicht so auf dem Schirm hatte. Außerdem natürlich auf das Event an sich: vier Tage auf dem Rad, gemeinsam mit einer tollen Community unterwegs zu sein. Und ganz klar auch auf das Gefühl am Ende, es geschafft zu haben – darauf freuen wir uns besonders.
Wenn jemand zweifelt, ob 555/777 km in vier Tagen zu viel sein könnten, welchen Rat würdet ihr geben, welchen Tipp hättet ihr?
Wir würden empfehlen, sich unterwegs kleine Zwischenziele zu setzen und sich so von Abschnitt zu Abschnitt zu hangeln, anstatt nur auf die große Gesamtdistanz zu schauen. Außerdem hilft es, den Fokus nicht nur auf die Kilometer zu legen, sondern die Strecke und das Erlebnis bewusst zu genießen. Und ja – ein bisschen Mut gehört auch dazu, einmal über den Schatten springen, einfach an den Start zu gehen und es auszuprobieren.
Habt ihr Lust, während des Events ein paar eurer Erlebnisse in euren Instagram-Channels zu posten?
Vermutlich werden wir nicht alles so aktiv teilen wie manch andere, aber das ein oder andere wird sicher dabei sein. Wer uns ein bisschen begleiten möchte, kann das gerne über unsere Accounts verfolgen: @moorfried & @rhabarber_strudel
Wir wünschen Friedhelm und Annalisa vier schöne gemeinsame Tage auf dem Gravelbike und hoffen, dass die Familie zuhause beim Verfolgen des Trackings mit der Leistung zufrieden sein wird.