Nina, 38, aus Kassel

Hast du Bikepacking-Erfahrung?

Ja, auf jeden Fall. Die letzten vier Jahre bestanden bei mir vor allem aus Bikepacking-Urlauben, und letztes Jahr kam mit der Shelter Attack auch noch ein erstes Bikepacking-Event dazu.

Wirst du dich besonders auf das Event vorbereiten?

Nicht im klassischen Sinn. Ich pendle täglich mit dem Rad zur Arbeit und habe über meine lokale Gravel-Community, den La Fôret Gravel Club, regelmäßig die Möglichkeit für Ausfahrten in ganz unterschiedlichen Längen. Und wer in Kassel unterwegs ist, kommt um Höhenmeter sowieso nicht herum – das muss als Vorbereitung reichen.

Wirst du eher alleine unterwegs sein, oder startest du gemeinsam mit Freundinnen und Freunden? 

Ich starte mit meinem Mann und zwei Freund:innen. Ob wir die ganze Zeit zusammen fahren oder uns unterwegs auch mal aufteilen, wird sich zeigen – beides wäre für uns völlig okay.

Wie wirst du dir die 555/777 km einteilen?

Aktuell tendieren wir eher zu den 777 km, wollen uns die Entscheidung aber unterwegs noch offenhalten. Wahrscheinlich fahren wir an den ersten beiden Tagen etwas mehr und schauen dann, wie Form, Stimmung und Zeitbudget sind. Mir ist dabei weniger wichtig, eine bestimmte Fahrzeit zu erreichen, sondern eher konstant gut durchzukommen und eine gute Zeit zu haben. Ob wir nur bei Tageslicht fahren oder auch mal länger unterwegs sind, wird sich dann spontan ergeben (in den Sonnenuntergang zu fahren hat ja auch was).

Wie planst du deine Übernachtungen? 

Geplant ist, mit dem Zelt unterwegs zu sein. In der Vergangenheit hat es sich für uns bewährt, während der Mittagspause zu schauen, wie weit wir an dem Tag noch fahren können oder möchten, und dann in diesem Bereich eine Schlafmöglichkeit an der Strecke zu suchen. Mit dabei ist die klassische Bikepacking-Übernachtungsausrüstung: Zelt, Schlafsack und Isomatte – eher unkompliziert und flexibel. Natürlich darf auch der Gaskocher für den morgendlichen Kaffee nicht fehlen.

Wie wirst du navigieren (GPS-Track bekommst du von uns)? Wirst du die Möglichkeit nutzen, dass wir dich über die ganze Strecke tracken?

Navigiert wird mit dem Wahoo Roam 3. Das Tracking über die App werde ich auch nutzen – für die Daheimgebliebenen ist es ja immer spannend, ein bisschen mitzuverfolgen, wo man gerade unterwegs ist.

Gibt es etwas, worauf du dich schon jetzt ganz besonders freust?

Obwohl es mich schon öfter in den Norden gezogen hat, ist diese Ecke für mich noch neu. Ich freue mich deshalb besonders auf unbekannte Strecken und auf spannende Begegnungen unterwegs.

Wenn jemand zweifelt, ob 555/777 km in vier Tagen zu viel sein könnten, welchen Rat würdest du geben, welchen Tipp hättest du? 

Einfach mal machen: man schafft mehr, als man sich zutraut, vor allem in der Gruppe. Selbst wenn man allein startet, findet sich unterwegs immer jemand, mit dem oder der man sich zusammentun kann. Die Bikepacking Community habe ich als sehr herzlich und offen erlebt, da mache ich mir gar keine Gedanken. 

Hast du Lust, während des Events ein paar deiner Erlebnisse in deinem Instagram-Channel zu posten?

Ja, zumindest ist es fest vorgenommen – mal sehen, wie viel Empfang, Akku und Energie übrig bleiben. Mein Instagram ist: @nano.nina.ks


Wir wünschen Nina gemeinsam mit ihrem Mann immer schöne Übernachtungsplätze für Zelt und Schlafsack. Vielleicht passen die von uns organisierten Möglichkeiten in Ninas Streckenplanung.