Tom (33) & Jean-Claude (46), aus Luxemburg

Werdet ihr euch besonders auf das Event vorbereiten?

Tom: Wir haben uns als Ziel gesetzt, dass unsere rund 2.500 Vorbereitungskilometer in den Beinen ausreichen müssen. Den berüchtigten norddeutschen Gegenwind zu trainieren, ist bei uns im oft hügeligen Luxemburg zwar nicht immer ganz leicht, aber wir haben da unsere eigene Methode gefunden: Wir fahren einfach an der Mosel auf und ab! Wenn es da durchs Tal bläst, ist das ein hervorragendes Gegenwind-Training. Wir hoffen, das hat uns für den flachen Norden genug abgehärtet.

Werdet ihr eher alleine unterwegs sein, oder startet ihr gemeinsam mit Freundinnen und Freunden? 

Jean-Claude: Wir treten definitiv als Team an. Wir fahren auch sonst regelmäßig gemeinsam die „Graveletto Social Rides“ in unserer Heimat und haben schon an vielen Ausfahrten zusammen teilgenommen. Wir kennen unsere Rhythmen ganz gut, was auf so einer langen Strecke absolut Gold wert ist.

Wie werdet ihr euch die 555/777 km einteilen?

Tom: Da haben wir uns ehrlich gesagt keinen starren Masterplan zurechtgelegt. Wir wollen erst einmal unseren Flow finden und schauen, wie es läuft. Eigentlich haben wir sogar im Hinterkopf, während der Fahrt spontan zu entscheiden, ob die Beine und die Moral vielleicht sogar für die große 777-km-Runde reichen. Wir lassen das ganz entspannt auf uns zukommen.

Wie plant ihr eure Übernachtungen? 

Jean-Claude: Ganz klassisch und naturnah! Wir setzen voll auf das echte Bikepacking-Feeling und planen unsere Übernachtungen im Zelt – ausgestattet mit Schlafsack und Isomatte. Einfach irgendwo ankommen, das Lager aufschlagen und am nächsten Morgen direkt weiter.

Wie werdet ihr navigieren (GPS-Track bekommt ihr von uns)? Werdet ihr die Möglichkeit nutzen, dass wir euch über die ganze Strecke tracken?

Tom: Wir werden uns euren GPX-Track ganz klassisch auf unsere Radcomputer laden und uns danach richten. Was das Tracking angeht: Da sind wir auf jeden Fall dabei und lassen uns sehr gerne tracken! Das ist eine super Sache, vor allem, damit unsere Familien und die Lieben zu Hause in Luxemburg ganz entspannt live mitverfolgen können, wo wir gerade stecken und wie wir vorankommen.

Gibt es etwas, worauf ihr euch schon jetzt ganz besonders freut?

Tom: Ganz klar auf diese unglaubliche Einfachheit des Tagesablaufs. Wenn die einzige Aufgabe darin besteht, aufzuwachen, sich in den Sattel zu schwingen und den ganzen Tag einfach nur Rad zu fahren. Diese Art von „Kopf ausschalten“ ist der beste Ausgleich zum Alltag.

Jean-Claude: Genau! Und natürlich auch auf das ganze Drumherum. Unser Abenteuer beginnt quasi schon bei der Anreise: Wir fahren mit dem Zug nach Bremen und hoffen dabei einfach mal ganz stark auf die Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn. Außerdem gibt es vor Ort noch ein tolles Wiedersehen. Ich habe beim Gravel-Rennen „The Rift“ in Island ein paar Bremer kennengelernt, die wir nun beim Event treffen werden. Darauf freuen wir uns riesig!

Wenn jemand zweifelt, ob 555/777 km in vier Tagen zu viel sein könnten, welchen Rat würdet ihr geben, welchen Tipp hättet ihr? 

Jean-Claude: Mach dir nicht zu viele Gedanken über die Gesamtdistanz, sonst blockiert der Kopf. Der beste Trick: Einfach in der Früh zeitig aufs Rad steigen, den eigenen Rhythmus finden und gemütlich bis abends durchkurbeln. Und das absolut Wichtigste: Ordentlich futtern! Wer rechtzeitig und viel isst, hat auch die Energie für vier lange Tage im Sattel.

Habt ihr Lust, während des Events ein paar eurer Erlebnisse in euren Instagram-Channels zu posten?

Tom: Auf jeden Fall! Wir sind beide das allererste Mal in dieser Gegend unterwegs und schon super gespannt auf die Landschaft. Da werden wir ganz sicher den einen oder anderen Eindruck, unsere Highlights und vielleicht auch kleine Fluch-Momente über den Gegenwind auf Instagram teilen.

Tom: @tk0393; JeanClaude: @jcnurenberg; @graveletto.cc


Wir hoffen für Tom und Jean-Claude, dass das Gegenwind-Training im Tal der Mosel für eine gute Form gesorgt hat, an der Küste aber nicht angewendet werden muss.